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Warum Sankt Martin seinen Mantel teilte

In einigen Tagen wird in vielen Städten wieder der Martinstag gefeiert. Diese Feier findet wie jedes Jahr rund um den 11. November statt. Mit schönen Umzügen für Kinder mit Laternen und vielen Liedern. Sankt Martin wurde berühmt, weil er seinen Mantel mit einem Bettler teilte. Vielleicht kennt ihr diese Geschichte. Aber, ganz unter uns, was soll man denn eigentlich mit einem halben Mantel anfangen?

Um die Geschichte von Sankt Martin zu verstehen, müssen wir uns einige Jahrhunderte zurückdenken. Sogar sehr viele Jahrhunderte. Es war etwa im Jahr 317, als Martin von Tours geboren wurde, der spätere Heilige Martin. Und das war vor 1700 Jahren!

Als Martin lebte, herrschte das Römische Reich über große Teile von Europa. Martins Vater war ein römischer Offizier und Martin musste auch zum Militär. Dort trug er seinen lateinischen Namen Martinus. Martin war damals schon in der Jugend mit den Christen in Verbindung gekommen. Er wollte eigentlich gar kein Soldat sein, doch er fügte sich dem Willen des Vaters. Erst 356 wurde er aus dem Militärdienst entlassen.

Während seiner Zeit bei der kaiserlichen römischen Garde ritt Martin aus der Stadt aus, bei der er damals stationiert war. Das war die Stadt Amiens. Am Stadttor traf er auf einen armen frierenden Mann. Es war gerade Winter und Martin trug einen gefütterten Umhang, der ihn wärmte. Da schnitt er seinen Umhang mit seinem Schwert in zwei Teile und gab die Hälfte ab, damit sich der Mann vor der Kälte schützen konnte.

Der Mantel von Sankt Martin war also nicht wie ein heutiger Mantel. Er hatte auch keine Ärmel und keine Knöpfe. Er war eher wie eine große Decke. Zur Erinnerung reitet bei den Martinsumzügen manchmal ein Erwachsener mit römischem Helm und mit einem langen Umhang mit. 

Nach der Teilung des Mantels erschien dem Heiligen Martin Jesus Christus im Traum. Dort war Christus mit dem halben Umhang von Martin bekleidet. Ob er vielleicht in der Gestalt des Bettlers versteckt war? Das ist nach 1700 Jahren natürlich schwer zu sagen. Aber das ist auch nicht so wichtig.

Denn es geht bei Sankt Martin vor allem um ein berühmtes Beispiel für die Nächstenliebe. Und es geht bei der Geschichte darum, etwas mit anderen zu teilen. Es muss kein Mantel sein! Es kann auch alles andere sein, was man teilen kann. Daher wurde Sankt Martin zum Symbol für die christliche Nächstenliebe.

Auch in den späteren Zeiten blieb Martin ein bescheidener Mann. Als man ihn zum Bischof von Tours wählen wollte, versteckte er sich laut einer Legende im Gänsestall, um das hohe Amt nicht anzutreten. Die “Martinsgänse” schnatterten aber so laut, dass man ihn fand. Martin wurde also doch Bischof und erreichte ein hohes Alter. Am 11.11.397 wurde er beerdigt. Daher fällt der Martinstag auf den 11. November!

Viele Bilder- und Kinderbücher erzählen uns die Geschichten rund um Sankt Martin. Zu diesen Büchern gehört das Bilderbuch; “Sankt Martin und der kleine Bär” von Antonie Schneider und Maja Dusíková. Dort erlebt ein kleiner Bär, wie schön es ist, etwas zu teilen. Und darum geht es beim Martinstag!

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