mit Kopf, Herz und Hand – die Herstellung

Die kleinen Bücher entstehen fast ausnahmslos in Handarbeit: Von der Idee über die Verschriftung und Bebilderung bis hin zur Endfertigung geschieht nahezu alles in Eigenregie / -produktion.

In den meisten Fällen ist die Geschichte zuerst da und es entwickeln sich Bilder dazu – zunächst im Kopf. Nach diesen Ideen werden Originale (zumeist Aquarelle, Buntstiftbilder) gemalt / gezeichnet oder am PC kreiert – mit dem Bildeditor KRITA und einem Art-Pad von Gaomon. Originale Zeichnungen und Bilder kommen mit dem DIN-A-3-Scanner in den PC und werden dort ggf. mit einem Bildbearbeitungsprogramm optimiert / verändert. Für das Büchlein “Wie Lilli und Willi sich trafen” z.B. wurden die Originale (schwarz-weiße Strichzeichnungen) am PC überhaupt erst aufwändig mit Farbe versehen. Im nächsten Schritt kommen Text und Bild zueinander.

Dafür gibt es keinen professionellen editor; das Layout wird angelegt in “word” – nach einer selbst erarbeiteten Abfolge eines Satzes für Doppelseiten (mit völlig veränderter Reihenfolge der Seiten), je nachdem, wie viele einzelne “Blöcke” es für ein Büchlein gibt (der Block ist dabei von der Anzahl der Seiten abhängig). Meist gibt es vier Doppelseiten = 8 Blatt = 16 Bilder/einzelne Seiten. So ergeben zwei Blöcke z.B. 32 Seiten insgesamt; dies hat sich inzwischen als gängige Praxis eingespielt. Die jeweils erste und letzte Seite wird später in den Hardcover-Deckel eingeklebt. Dadurch gehen zwar zwei Bilder für die Gestaltung verloren, es erspart aber die noch aufwändigere Produktion mit dem zusätzlichen fliegendem Blatt. Der Buchblock wurde vor dem Druck dem jeweiligen Format angepasst, die Graupappe des Deckels von Hand geschnitten.

Mittlerweile werden die Büchlein mit dem “Brother LC 125XL-Y” gedruckt. Meist setzt sich das Buchinnere aus zwei (seltener drei) Gruppen mittig gefalteter Doppelseiten zusammen, die am jeweiligen Falz miteinander vernäht werden. Diese fadengehefteten Blöcke werden an der Nahtseite mit weiteren Klebstreifen versehen, welche später mit dem “Rücken” des Umschlags / Deckels verklebt werden. Diesen Umschlag bilden zwei gleich große, auf das jeweilige Maß geschnittene Vollpappen (~ 1 mm größer als die Seiten selbst) und ein schmales Pappstück für den Rücken. Diese drei Teile werden in jener Ordnung, in der sie den Einband bilden, mit dem Coverbild zu einer Einheit verklebt. Das Deckblatt wurde zuvor im hauseigenen Verfahren von Hand cellophaniert (heiß aufgebracht). Der Rücken (z.B. 0,6 cm x 11 cm) hat einen deutlichen Abstand zum Vorder-u. Rückseitendeckel, was das Zusammenklappen des Büchleins erfordert (“Gelenk”). Das Din-A-4-Coverbild (Vorder- und Rückseitenbild mit Rückenbeschriftung) ragt über die Pappen hinaus; es wird an den Ecken noch in einer bestimmten Weise abgeschrägt. Das an den vier Seiten Überstehende wird nach innen geschlagen und verklebt. Zuletzt wird das Buchinnere eingeklebt: Der Klebestreifen am Rücken wird eingeritzt und nur am Anfang des Buchblocks verklebt, so dass das Buch eine Fixierung im Deckel erhält. Danach werden auch die Vorder- und Rückseite mit Selbstklebefolie noch im vorderen Deckelbereich fixiert.

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