Ein Bilderbuch aus alten Zeiten: Der Struwwelpeter

Dieses Bilderbuch ware lange Zeit eines der erfolgreichsten deutschen Kinderbücher. Der Struwwelpeter. Es erschien schon vor über 170 Jahren, im Jahr 1845. Der Arzt und Psychiater Heinrich Hoffmann hatte dieses Buch zu Weihnachten 1844 eigentlich nur für seinen dreijährigen Sohn Carl Philipp geschrieben. Erst wollte er es gar nicht drucken lassen, dann machte er es doch. Es wurde ein Welterfolg mit Übersetzungen in vielen Sprachen. 

Heutzutage kennen oft nur noch ältere Menschen den Struwwelpeter, seine Geschichten und seine Reime aus ihrer eigenen Kindheit. Manche kennen sie auswendig. Die harten Strafen für unartige Kinder in diesem Buch sind in den heutigen Zeiten auf den ersten Blick nämlich ziemlich erschreckend.  Sie sind zum Glück alle nur erfunden!

Das Bilderbuch war auch als Erziehungsbuch gedacht. Drastische Geschichten sollten Warnungen für Kinder sein. Wie bei dem Suppenkaspar, der verhungerte,  weil er seine Suppe nicht aß. Oder wie bei dem neugierigen Paulinchen, das mit den Streichhölzchen spielte und dabei trotz aller Warnungen der Katzen verbrannte

Berühmt wurde die Geschichte vom “Zappel-Philipp”. Der kleine Philipp kann am Esstisch gar nicht ruhig bleiben. Er schaukelt ständig mit dem Stuhl, er fällt und reißt beim Fallen die Tischdecke vom Tisch, mit allem, was darauf steht. “Und die Mutter blicket stumm auf dem ganzen Tisch herum”, so heißt es im Text.

In Frankfurt ist dem Buch und Heinrich Hoffmann das Struwwelpeter-Museum gewidmet. Dort gibt es keine Strafen, sondern viel Spass für Kinder! Im Theaterzimmer können sie sich als Struwwelpeter verkleiden. Kindergeburtstage kann man dort feiern. Das Museum ist so beliebt, dass es 2019 in Räume mit doppelter Ausstellungsfläche umziehen soll.  Der Trägerverein engagiert sich für psychisch kranke Menschen und Inklusion.

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